Hightech-Hardware mit soft Skills kombiniert

Die Luftfahrtindustrie ist der Wegbereiter für neue Materialien und Werkstoffkombinationen. Denn Flugzeuge müssen immer leichter und ressourcenschonender werden – bei der wirtschaftlichen Bearbeitung helfen da nur innovative Werkzeugsysteme. Dafür ist die russische SKIF-M Ltd. Experte. Seit Kurzem konstruiert sie mit einer eigenen CC800® HiPIMS optimierte Beschichtungslösungen für ihre Wendeschneidplatten.

Dr. Alexander Moskvitin, Geschäftsführer der SKIF-M Ltd. (rechts), mit Anton Gubanov, Leiter der Beschichtungstechnik, ist überzeugt, HiPIMS bringt SKIF-M in eine Spitzenposition.

„Besonders die neuen Schichtwerkstoffe AluCon®, FerroCon® und InoxaCon® waren für uns Kriterien, CemeCon in die engere Wahl als Lieferant für unsere Beschichtungsanlage zu ziehen: Schichteigenschaften wie Härte, Glätte und Standzeitenextreme haben uns sehr schnell überzeugt, dass die CC800® HiPIMS unsere Wendeplatten für Fräswerkzeuge erheblich aufwerten wird“, so Dr. Alexander Moskvitin, Geschäftsführer der SKIF-M Ltd., in der Luftfahrtindustrie weltweit etablierter russischer Werkzeughersteller. Spezialität des Unternehmens aus Belgorod sind komplexe Wendeplattenfrässysteme für die typischen Luftfahrtmaterialien: Titan, Nickelbasiswerkstoffe und Aluminiumlegierungen – bearbeitungstechnisch allesamt keine Leichtgewichte.

WSP-Beschichtungen für die internationale Luftfahrt

Um den Zulieferern der Flugzeugindustrie kompetenter und zuverlässiger Partner zu sein, stehen ständige Optimierungen bestehender Bearbeitungslösungen ganz oben im Pflichtenheft bei SKIF-M. „Unsere lange Erfahrung in dieser Branche hat uns gezeigt, dass Beschichtungen erheblichen Einfluss auf die Werkzeugleistung haben. Auf der Suche nach einem Anbieter von Beschichtungsanlagen war uns neben zukunftssicherer Technologie auch die Betreuung wichtig – vor und besonders nach dem Kauf der Anlage“, betont Dr. Moskvitin. „Und die CemeCon-Techniker haben uns sehr genau eingewiesen und beraten – hochkompetent in russischer Sprache“, ergänzt Anton Gubanov, Leiter der Beschichtungstechnik bei SKIF-M.

Dank der eigenen Beschichtungslinie für Wendeschneidplatten im Beschichtungszentrum in Würselen kann CemeCon viel Know-how für speziell diese Werkzeuggattung in die Waagschale werfen. „Darüber hinaus leben wir den Servicegedanken sehr intensiv, da aus unserer Sicht nur mit dem richtigen Training vor Ort das gesamte System aus Werkzeugherstellung und werkstoffbezogener Beschichtung optimal gelingen kann”, so Ilya Mozgov von AO Rosmark-Steel, Partner von CemeCon in Russland.

Zukunftssicher aufgestellt auch bei „dicken“ Schichten

AluCon®, der neue TiB2-basierte HiPIMS-Schichtwerkstoff, macht die Bearbeitung von luftfahrttypischen Werkstoffen wie TiAl6V4 und Aluminiumlegierungen ohne Aufbauschneiden möglich. „Unsere internationalen Kunden bauen die besten Flugzeuge und fordern die besten Werkzeuge. AluCon® als Alleinstellungsmerkmal bringt uns in eine Spitzenposition“, freut sich Dr. Moskvitin.

Eric Knipprath, Produktionsexperte für Wendeschneidplatten (WSP) bei CemeCon (Mitte), trainiert das SKIF-M-Team in Belgorod.

Mit der HiPIMS-Anlage steht SKIF-M nun eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Hochleistungs-Zerspanwerkzeuge optimal abzustimmen. Auch für den zweiten großen Markt – WSP für die Schwerzerspanung von Eisenbahnrädern und -fahrgestellen – profitiert das russische Unternehmen von der CemeCon-Technologie. „In diesem Segment sind ‚dicke‘ Schichten mit 6 und sogar 9 μm Schichtdicke ein echter Wettbewerbsvorteil für unsere Fräsplatten! Überhaupt versprechen wir uns von der HiPIMS-Anlage noch viele weitere erfolgreiche Werkzeuggenerationen und zufriedene Kunden“, resümiert Dr. Moskvitin.

SKIF-M Ltd.

70 Prozent der SKIF-M-Werkzeuge sind speziell für die Bearbeitung von Materialien aus der Luft- und Raumfahrt – etwa Titan – entwickelt, die weiteren sind für die Schwerzerspanung von Stählen im Eisenbahnverkehr konzipiert. Modernste Herstellungsmethoden ermöglichen sowohl die Serienproduktion mit kurzen Vorlaufzeiten als auch Sonderkonstruktionen für den Export nach Deutschland und in die USA. Im Standardprogramm deckt SKIF-M Durchmesser von 6 mm bis 1.000 mm ab. Sämtliche Werkzeuge werden im eigenen Konstruktionsbüro mit mehr als zwanzigjähriger Erfahrung entwickelt. Gegründet wurde die SKIF-M Ltd. 1993 im russischen Belgorod aus einem wissenschaftlichen Labor und einer Produktionsstätte für Fräswerkzeuge.

www.skif-m.net